Aktuell

 

70 Jahre Kunst am Bau 

in Deutschland

Beitrag Unterton, 2012 in der Publikation

 

Die Publikation „70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland“ ist im Deutschen Kunstverlag erschienen unter ISBN 978-3-422-98617-6.

Im Jahr 1950 wurde sowohl im Deutschen Bundestag als auch in der Volkskammer der DDR die obligatorische Beteiligung bildender Künstler*innen bei staatlicher Baumaßnahmen im In- und Ausland beschlossen. Im Zeitraum von nunmehr 70 Jahren sind so zahlreiche Kunstwerke im Spannungsfeld zwischen Politik, Gesellschaft, Architektur und Stadtgestaltung entstanden.

In der vorliegenden Jubiläumsschrift werden ausgewählte Kunstwerke vorgestellt, welche die unterschiedlichen Aufgaben der staatlichen Institutionen mannigfaltig widerspiegeln, von der Gründungs- und Aufbauphase der beiden deutschen Staaten über die Wiedervereinigung bin in die heutige Zeit. Auch werden spezifische Aspekte, wie etwa das Entstehen der Werke, deren Pflege und Erhalt thematisiert.

Kunst am Bau ist ein wichtiger Bestandteil der Baukultur, sie regt zum Nachdenken und Reflektieren an, nimmt Stellung und ist nationale Visitenkarte für die Kulturen Deutschlands.

 

Infos:

Film zur Publikation – BBR

Film zur Publikation

 

 


 

CITY (UN)LIMITED

Der Traum vom eigenen Haus

Sigrun Drapatz/Tanja Lenuweit, Ina Geißler, Eva Kietzmann, Thomas Kilpper, Ulrike Kuschel, Fabian Lippert, Reinigungsgesllschaft, Hartmut Staake, Daniele Tognozzi, Ina Wudtke

Ausstellung vom 23.08.2020 – 30.01. 2021
Eröffnung am 23.08.2020, 10.00 – 21.00 Uhr

Die künstlerischen Positionen der Ausstellung bewegen sich zwischen Bestandsaufnahme, Analysen der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte und möglichen Zukunftsszenarien des öffentlichen und privaten Raumes, oft im direkten Bezug zum Siedlungsgebiet im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf, das als größte zusammenhängende Einzelhaussiedlung Deutschlands gilt.

Seit Beginn der Industrialisierung und der damit einhergehenden Urbanisierung stellt sich die Frage nach der Verteilung von Lebens- und Nutzungsräumen in der Stadt. Stadtrandsiedlungen bildeten ursprünglich eine Alternative zu den katastrophalen Lebensbedingungen der Metropolen vor allem für die unteren Bevölkerungsschichten. Sie ermöglichten ein Entkommen aus der Enge der Innenstädte und gesundes Wohnen am Stadtrand. Die Gärten dienten als Anbaufläche, sie waren Hilfe zur Selbsthilfe und zugleich Ausgleich und Ergänzung zur Arbeit in der Stadt. Inzwischen ist der Boden zum spekulativen Kapital geworden, die Folge sind explodierende Bodenpreise. Ausbau und Verdichtung der Einzelhaussiedlung gilt heute als sichere Kapitalanlage.

Die Künstlerinnen und Künstler nutzen unterschiedliche Medien und Formate, um sich mit Nutzungsszenarien und -strategien von öffentlichem und privatem Raum, gegenwärtig und zukünftig, auseinanderzusetzen. Vor dem Hintergrund einer rasant wachsenden Stadt, der Auswirkungen des Klimawandels, auch im Hinblick auf die Rolle von Stadtrandsiedlungen sowie wachsender sozialökonomischer Ungerechtigkeit stellt sich immer eindringlicher die Frage nach Bodeneigentum bezogen auf das Spannungsverhältnis zwischen den Bedürfnissen des Einzelnen und denen der Gemeinschaft. Realisiert sich die Autonomie von Einzelnen tatsächlich durch (Wohn-)Eigentum? Welche Modelle für eine lebenswerte Stadt in diesem Spannungsfeld sind denkbar?

Ausstellungsidee und Konzept von Sigrun Drapatz und Ina Geißler
Mitarbeit: Tanja Lenuweit und Fabian Lippert
Projektleitung: Karin Scheel

 

> Video zum Beitrag „Gated Unities“, Ina Geißler

> Video zur Ausstellung

Ina Geißler – Gated Unities

 

 

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. 

3.9.2020, 18.00 Uhr, Konzert auf der Südterrasse: „Ausfallstraße Ost“
mit Zappi W. Diermaier (Faust), Elke Drapatz, Dirk Dresselhaus,
Jochen Arbeit // N. U. Unruh (Einstürzende Neubauten)
Eine Veranstaltung im Rahmen der KGB-Kunstwoche vom 28.8.–6.9.2020

Juliane Witt, Bezirksstadträtin für Weiterbildung und Kultur, Soziales, Facility Management
Jan Frontzek, Fachbereichsleiter Kultur
Karin Scheel, Künstlerische Leiterin Schloss Biesdorf 

Schloss Biesdorf
Alt-Biesdorf 55
12683 Berlin
+49.(0)30.516567791 

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr
freitags 12:00 – 21:00 Uhr
dienstags geschlossen

Aktuelle Informationen zu Ausstellungen und Veranstaltungen im Schloss Biesdorf finden Sie unter www.schlossbiesdorf.de

Karte: Grafik ©Antje Tschirner, Abbildung ©Fabian Lippert

 

 


 

Gedanken zur Ortsspezifik

Im Gespräch: Ina Geißler & Fabian Lippert

Artikel im Magazin der Jungen Akademie / Akademie der Künste Berlin 

Bild: Gated Unities (Haben als Selbstexpansion) ©Ina Geißler

 

 


 

NARRATIVES SCHWEIGEN

Etienne Dietzel, Sigrun Drapatz, Myriam El Haïk, Ina Geißler, Eugen Gomringer, Lätitia Norkeit, Lena Oehmsen, Harald Stoffers

Ausstellung vom 11. Mai bis 2.August 2020

 

Kuratorinnen:
Natalia Raaben mit Ina Geißler und Lätitia Norkeit

Galerie im Saalbau
Karl-Marx-Straße 141
12043 Berlin

(Einführung: Natalia Raaben)

Karin Korte, Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport
Dr. Katharina Bieler, Leiterin des Fachbereichs Kultur
Dorothee Bienert, Leiterin der kommunalen Galerien Neukölln)

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 10-20 Uhr, Eintritt frei

Ist Schweigen gleichzusetzen mit Stille und der Abwesenheit von Worten, oder verbirgt sich mehr hinter dem Unhörbaren? Während lautstarke Worte des alltäglichen Stimmengewirrs nach außen drängen und ihren Platz in der Öffentlichkeit behaupten, führen stumme Momente ein Schattendasein in der allgemeinen Wahrnehmung. Die Ausstellung kehrt dieses gewohnte Verhältnis um: Die Künstler*innen ergründen die vielen Bedeutungen des Schweigens, das anhaltend und vorübergehend, selbsterwählt und auferlegt, passiv und aktiv sein kann. Welche neuen Bezugs- punkte zu sich selbst und zur Außenwelt ergeben sich durch den Rückzug von allgegenwärtigen akustischen und visuellen Reizen? Im Vordergrund der Arbeiten stehen Innensichten, denen das Zwiegespräch oder die Meditation eigen ist; Wortbilder, deren Buchstaben und Satzfragmente sich zu Texturen verdichten; Auslassungen und kryptische Zeichen, die eigene Interpretationen hervorrufen. 

Bild: ©Claudia Bachmann, Berlin

Infos:
Galerie im Saalbau

Facetten-Magazin Neukölln

Ina Geißler – Narratives Schweigen

 


 

KUNSTSPRACHE – SPRACHE IN DER KUNST

Open Call vom Kunst.Raum.Steglitz 

Eröffnung: Donnerstag, dem 30. Januar 2020, 19 Uhr

musikalische Begleitung: Claudia Risch (Bassklarinette) und
Rainer Stolz (Wortkünstler)
Ausstellung vom 30. Januar bis 27. März 2020

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8-19 Uhr

Künstler*innen:
Ina Geißler, Panagiota Kapogianni, Jiyeon Kim, Yoonhee Kim, Regina Roskoden, Shahla Safarzadeh, Marty Sander

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Lentzeallee 94
14195 Berlin


Infos:
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
https://www.mpib-berlin.mpg.de/events/23617/97912

 
 
 

 
 

2 IN 1 – ZWEISAM

Ina Geißler / Uschi Niehaus

Von lautlosen Worten und zerschnittenen Räumen
Das Frauenmuseum Berlin mit der Reihe Kammerspiele zu Gast in der

Galerie im Museum Tempelhof
Alt-Mariendorf 43
12107 Berlin


Eröffnung: Donnerstag, dem 23. Januar 2020, 19 Uhr
Einführung: Dr. Sabine Ziegenrücker, Kunsthistorikerin

Ausstellung vom 24. Januar bis 17. März 2020

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10-18 Uhr, Freitag 10-14Uhr, Sonntag 11-15 Uhr


Einsam zu sein, Einsamkeit, das bedeutet für Hannah Arendt (1906 – 1975) die Teilung des Einen in eine innere Zweiheit zum Zwecke des stummen Zwiegesprächs zwischen mir und mir selbst. Verstummt das Innere, so falle ich zurück ins Eine-sein, in die Langeweile, Verlassenheit, Isolation. Ich bin dann, so Arendt, weder mit mir selbst zusammen noch mit anderen im Kontakt. Die Zweiteilung des Denkens geht der Einheit im Handeln voraus. Diese Überlegungen aus einer vierteiligen Vorlesung, die die Publizistin, Historikerin und Theoretikerin Hanna Arendt 1965 an der New School for Social Research in New York City unter dem Titel Some Questions of Moral Philosophy hielt, nehmen die beiden Künstlerinnen Uschi Niehaus und Ina Geißler mit in ihre gemeinsam kon- zipierte Ausstellung. Es geht ihnen dabei um eine Begegnung ihrer jeweiligen inneren Dialoge, die sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Zusammenspiel von Wort und Bild befassen.

Die Künstlerinnen sind Mitglieder des Künstlerinnennetzwerkes Frauenmuseum Berlin und haben beide bei Marwan an der UdK studiert. Uschi Niehaus setzt ihre Bilder der „Lautlosen Worte“ an die Wände und besetzt so den Raum, beschreibt, umschreibt und füllt ihn, lautlos, wenngleich nicht still, sondern auf ihre Weise klingend. Es sind mit farbigen Pigmenten eingeriebene Papiere, aus denen sie Wortfragmente herauskratzt. Ina Geißler antwortet darauf mit Variationen des dekonstruierten Wortkerns „EINANDER“. Mit ausgeschnittenen Buchstaben, die sich zu Wortspielen verbinden, lenkt sie den Blick unter die Oberfläche. Sie zerschneidet den Raum mit ihren 2m hohen Textfragmenten aus LKW-Planen zickzackförmig in Segmente. So entstehen weitere Räume, die mit den Arbeiten von Uschi Niehaus in Korrespondenz, in ein Zwiegespräch treten.

Als „Lautlose Worte“ und „Zerschnittene Räume“ überschreiten die beiden unterschiedlichen künstlerischen Position die ihnen jeweils eigene „innere Zweiheit“. Indem sie sich gegenseitig räumlich überlagern und verschränken, verbinden sie sich zu einer Zweisamkeit, einem harmonisches Ganzen. Werden solche inneren Dialoge nicht geführt ist der Schritt von der Individualität zur Gleichschaltung vieler laut Hannah Arendt nicht weit ent- fernt. In diesem Sinne berührt das Ausstellungskonzept implizit auch die Fragen unserer politischen Gegenwart. 

Infos:
Haus am Kleistpark / Galerie im Museum Tempelhof

 

 
 
 

STIMMEN!

im Willy-Brandt-Haus

Eröffnung: Dienstag, dem 19. Februar 2019, 19 Uhr

Ausstellung: 20. Februar bis 24. März 2019

Begrüßung: Gisela Kayser (Geschäftsführerin und künstlerische Leitung)  

Eröffnung: Andrea Nahles (SPD Parteivorsitzende)

Einführende Worte: Julie August (Kuratorin) Eine Ausstellung des Frauenmuseums Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. im Rahmen von „100 Jahre Revolution-100 Jahre Frauenwahlrecht“

Caroline Armand, Anna Borgmann, Judith Brunner, Ina Geißler, Andrea Golla, Andrea Hartinger, Susanne Kienbaum, Hye Young Kim, Rachel Kohn, Uschi Niehaus, Zuzanna Schmukalla, Annette Selle, Beate Selzer, Anja Sonneburg, Marianne Stoll, Regina Weiss, Sibylla Weisweiler

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

3.März 2019: Dr. Frauke Geyken spricht über Annedore Leber (Widerstandskämpferin, Journalistin, Verlegerin, Politikerin)

10./24. März 2019: Ausstellungsgespräche mit Kunsthistorikerin Katharina Fladt und beteiligten Künstlerinnen

Infos: Willy-Brandt-Haus

Presse: Radio Eins, 19.2.2019

Stimmen

 

 
 
 

WORT ZU BILD

kuratiert von Susanne Schirdewahn

Eröffnung: Freitag, dem 25. Januar 2019, 19 Uhr
Ausstellung vom 26. Januar bis 24. März 2019

Anke Becker, Nina Ansari, Ina Geissler, Oliver Mark, Via Lewandowsky, Cornelia Renz, Leander Haußmann, Markus Keibel, HP Adamski, Susanne Schirdewahn

 

Vor 90 Jahren behauptete René Magritte, dass das auf dem Bild („La trahisson des images“, dt. „Der Verrat der Bilder“, 1929) keine Pfeife sei. Dabei stellte die Abbildung eindeutig eine solche dar. Gleichzeitig zeigte er damit auf, dass man das Bild aber nicht rauchen könne. Welchen Zusammenhang haben heute Bild und Wort miteinander, wo wir uns in einer„Medienkrise“ längst damit abgefunden haben, dass ein Bild nicht mehr das ist, was man zu erwarten glaubte oder dass ein Wort nicht mehr das beschreibt, was man erhofft. In Zeiten von Missverständnissen und oft fehlenden Zwischentönen wurden die Emojis und Emoticons erfunden, um diese Lücken einigermaßen zu überbrücken. Durch die Möglichkeiten der schnellen Verbreitung von Bildern und Informationen im Internet ist eine „Erregungskultur“ (Matthias Horx) entstanden, in der man ebenso schnell bereit ist, emotional und überzogen zu reagieren. Welche Rolle spielen also Bilder und Worte in unserer Wahrnehmung und wie nutzen wir sie oder werden wir von ihnen benutzt? Die Gruppenausstellung hinterfragt unser heutiges Verhältnis dazu und spannt einen Bogen von den dramatischen Ursprüngen (Theater) bis in die poetische Dimension von Ungereimtheiten. (Text und Banner-Bild: Susanne Schirdewahn)

HAL – Haus am Lützowplatz, Förderkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Infos: HAL
Presse: Berliner Zeitung 1.2.2019 Berliner Woche 27.1.2019

Cut Outs – Eins